Masterstudios Wintersemester 2015/16

Add to Build

3D-PRINTVERFAHREN // DESIGN BY TOOLDESIGN

3D-Druckverfahren verändern branchenübergreifend Prozesse in allen Bereichen der Fertigung. Digitale Modelle sind dabei in einer sehr direkten Art und Weise mit dem gefertigten Werkstück verbunden. Die Vielfalt des Verfahrens reicht aktuell von der Medizintechnik bis zum Schmuckdesign und von Kunststoffmaterialien bis zum Metallsintern (siehe Abbildung unten). Die Fragestellungen unabhängig von Maßstab und Material drehen sich um die mechanischen Eigenschaften wie Festigkeit und Steifigkeit als auch die Oberflächenqualität des gedruckten Werkstücks und die Notwendigkeit einer Nachbehandlung. Zunehmend sind die Kombination von Materialien und der Einsatz von mehreren Druckdüsen und das damit erweiterte Anwendungsspektrum im Fokus der Entwicklung.

Institut für Tragwerksentwurf

LV Leitung: Stefan Peters, Andreas Trummer, Felix Amtsberg, Christian Pichlkastner

Ein Flüchtlingslager in der Südsteiermark

Im Zentrum der Projektübung steht ein Flüchtlingslager für 20.000 Personen, rund 45 km von Graz entfernt. Im Ersten Weltkrieg als Barackenlager errichtet und bis 1963 verschiedenen Zwecken dienend, ist unmittelbar daraus die Gemeinde Wagna bei Leibnitz hervorgegangen.
Das historische Flüchtlingslager und der heute rund 5000 EinwohnerInnen zählende Ort dienen uns als konkretes Beispiel und Versuchsfeld, um über das Thema Flüchtlingslager nachzudenken. Interessieren wird uns zum Einen das Lager als eine nach bestimmten Kriterien geplante und mit einer Infrastruktur ausgestattete „Idealstadt“, zum Anderen das Lager als abgegrenzter, temporärer Lebensraum für Individuen im Ausnahmezustand. Themen wie Ordnung und Kontrolle, Hygiene und individueller Raumbedarf sowie architektonische und organisatorische Lösungen (Baracke, Funktionen, Ausstattung) werden aufgeworfen.
Ziel der Projektübung ist, auf Basis der behandelten Themenfelder und mit Hilfe der entsprechenden Wahlfächer das Prinzip Lager zu verstehen, eigene Schlüsse daraus zu ziehen und diese mit digitalen Darstellungsmethoden zu visualisieren. Wagna bietet uns dabei Gelegenheit, einerseits im Vergleich mit der Gegenwart Kontinuität und Differenz von Flüchtlingsunterkünften herauszuarbeiten, andererseits aber den Verwandlungsprozess von einem Lager in eine „normale“ Gemeinde zu beobachten.

Institut für Architekturtheorie, Kunst- und Kulturwissenschaften

LV-Leitung: Anselm Wagner, Antje Senarclens de Grancy

Schaubühne

First Row Orchestra, Edward Hopper, 1951

„Wo viele Menschen beisammen sind, und etwas die allgemeine Schaulust in Anspruch nimmt, dort gruppirt sich die Menge im Kreise um den Mittelpunkt des gemeinschaftlichen Interesses;“ Gottfried Semper, Das königliche Hoftheater zu Dresden, Braunschweig 1849

Das Theater ist eine der ältesten kulturellen Bauaufgaben, die Ursprünge des Typus reichen mehr als 2500 Jahre zurück. Über Jahrhunderte hinweg waren Theater Veranstaltungsorte kultischer und kultureller sowie politischer Handlungen und Bestandteil großräumlicher Ensembles. Erst mit der Etablierung des bürgerlichen Spielhauses nahm das Theater die Form eines selbstständigen Baukörpers an. Wir wollen uns beim Entwurf der Schaubühne Graz die Frage stellen, ob wir nicht die klassische Guckkastenbühne mit der Dreiteilung Vorderhaus, Zuschauerraum und Bühnenraum zugunsten eines Theatersaals mit offenem Raumcharakter aufgeben. Der Anspruch ist, einen Ort mit einer eignenen Atmosphäre zu entwickeln, so dass ein Besuch als Erlebnis in Erinnerung bleibt. Ein Grundstück in zentraler Grazer Innenstadtlage fungiert hierfür als Bauplatz.

Institut für Gebäudelehre

LV-Leitung: Hans Gangoly, Sarah Posch

Arnfels am See (1750-1946) - Die Rekonstruktion einer Landschaft

Soir Bleu, Edward Hopper, 1914

Wieder den See anstelle eines Maisfelds zu sehen, bildet den Einstieg in ein Projekt, das Regionalentwicklung intendiert und die Stärkung von Ortszentren über die Landschaft versucht. Das Nachdenken über land- oder genauer, teichwirtschaftliche Produktion, wird mit Aspekten touristischer Nutzungen überlagert. Beim Wirt am See werden die Fische aus dem Landschaftsteich nicht nur weiter verarbeitet (gläserne Manufaktur) und verkauft, sondern auch in der Gaststube angeboten, Seminarraum und Gästezimmer sind Ausgangspunkt unterschiedlichster Aktivitäten am See und in der Region.

Das erweiterte (Raum)Programm und die zugrunde liegenden touristischen Konzepte dieses Fischwirts bilden den Ausgangspunkt entwerfenden Nachdenkens über die Zusammenhänge und Möglichkeiten regionalen Bauens, zum Zeitpunkt eines längst vollzogenen großen Wandels der landwirtschaftlichen Produktion und der damit verbundenen gesellschaftlichen Transformation. In diesem Szenario sind nicht nur die tradierten Bilder einer Landschaft zu hinterfragen, sondern ebenso sehr unser Verständnis der ihr zugeordneten Gebäudetypologien.

Institut für Gebäudelehre

LV-Leitung: Uli Tischler

Land:Man:Sea Reclaiming the man-made Background of the former Koper Island

Explore and design a proposal of Masterplan and strategy for the “New Koper”. The new urban area should be designed as a self-sufficient city for around 30.000 new inhabitants.

Institut für Architekturtechnologie

LV-Leitung: Roger Riewe, Ziga Kresevic 

Land:Man:Sea Reclamation of Ma Liu Shui Waterfront

Explore and design a proposal of Masterplan and strategy for the New “Habitat City” at the Ma Liu Shiu Waterfront in Hong Kong that meets the given mental framework and the included aspects of urban densities for resilient vivid habitat.

Institut für Architekturtechnologie

LV-Leitung: Roger Riewe, Claudia Volberg

 

Smart Facades

A self-sufficient City, Ma Vickie Ka Ki, 2015

Smart Research
Die ersten Studiotage werden für die Internalisierung der Zielsetzung genutzt. Dies geschieht über Begriff- action research zu realisierten, zukünftigen und denk- baren Lösungen für intelligente Fassaden.

Smart Tools
Kritische Auseinandersetzung mit dem Thema built habitat, insbesondere mit den Auswirkungen von Funk- tionen und Programmen sowie Erschließung auf das Wohnen anhand der Villa Savoye von Le Corbusier. Dieser Prozess wird von Workshops für die Software Rhinoceros 3D, sowie ihren Add-Ons Grasshopper, Ladybug und Honeybee begleitet. 

Smart Building
Drei Wohngebäude (Unitée d‘habitation, Le Corbusier; Wohngebäude Sensengasse, Josef Weichenberger; Plattenbau Petrzalka, Bratislava) werden anhand ihrer Grundrisse, Schnitte und Erschließung analysi- ert, gegebenenfalls adaptiert und ohne ihre Fassade Ausmaß, als Grundlage für den weiteren Verlauf des Semesters. Eine der vorgegebenen Klimazonen wird ausgewählt und mit dem 3D-Modell verknüpft. Erste entwurfsbestimmende Parameter klimatischer Natur weiteren Entwurfsprozess verankert.

Smart Facade
Die Ergebnisse der vorangegangenen Teilbereiche bilden die Grundlage für die Vertiefung in die Ebene der Fassade und ihrer Potentiale bezogen auf die Raumqualität und die klimatischen Rahmenbedingun- gen. 

Institut für Gebäude und Energie

LV-Leitung: Brian Cody, Daniel Podmirseg 

insight_inside out gries

© i_w

Das Selbstverständnis einer Kommune entwickelt sich langsam anhand geschichtlicher und wirtschaftlicher Faktoren. Die Entwicklung dieses Selbstbildes konnte jedoch in den letzten Jahrzehnten oft mit den demografischen und wirtschaftlichen Veränderungen nicht mehr Schritt halten. Eine positive Wahrnehmung des Wohn- und im besten Fall auch Arbeitsortes ist für Zusammengehörigkeit und Wohnzufriedenheit wesentlich.

Institut für Wohnbau

LV-Leitung: Andreas Lichtblau, Elisabeth Anderl

The Recondite Archive: In Search of a Form that Speaks

This semester’s project by IZK looks into a little known case of the Graz’s University women's hospital archive from WWII. It suggests opening a collective investigation and public reflection on this obscure local medical archive of that during National Socialism conducted experiments on female forced laborers. These experiments allegedly were taking place already before the Nazis took power and continued as a part of the ordinary routine of the Graz hospital function.
The investigative project will try to instigate a process of searching for a possible form of addressing the very existence of such a recondite archive, that remains inaccessible for public and endeavor to find a form of memorialisation that might speak. The background discussions will center on the political potential of critical memorial practices, but without constructing a rigid definition of what such practices or their forms might be. Rather, while taking the Graz case as our case study, we will test different potential modes of politicizing memorial work, action and form. How to built a discussion on something that we know is in fact there, but inaccessible to us and outside the circle of representation. The investigatory work will be based on interviews with the scholars, hospital staff, patients and citizens. The wider framework of exploration will be the history of medical experimentation and the ethical problems surrounding the relation between institutions of power and science.
We will ask: what is public memory and how is it constructed? Who decides what will be included or excluded from memory? Who posits questions on the excluded? What could be categorized as an archive if we take into account these recognitions and how does the ‘archival’ research then envelop under such specific conditions of our contemporaneity?

Institut für zeitgenössische Kunst

LV-Leitung: Milica Tomić, Antonia Majača

Rhapsody House

"A rhapsody in music is a one-movement work that is episodic yet integrated, free-flowing in structure, featuring a range of highly contrasted moods, colour and tonality. An air of spontaneous inspiration and a sense of improvisation make it freer in form than a set of variations." (Wikipedia)

The research area that we want to explore this semester is the design of timber building in the context of a city. We want to explore the traditional construction methods and enhance them with new digital (and analogue) design and fabrication techniques.
In addition, one of the main themes of the studio will be the relationship between architecture and music. How can we use music as a driving design force? Can timber construction comply with acoustics as well as sound proofing? Can it bring a new, exciting, yet buildable design? We believe that yes and that it is a topic worth to be investigated.
The test architecture where we develop and test our ideas, is the Rhapsody house, a multi-functional , multi-storey building located on a prominent site in the centre of Graz. The program of the building will be an eclectic mix of commercial and gastronomic usage with residential apartment complex for musical performers.
The site has been previously subject of a design competition and we will loosely follow the competition’s brief. This will provide us with some realistic boundaries and constraints that will have to be embraced.

Institut für Architektur und Medien

Konzept und LV-Leitung: Urs HirschbergMartin Kaftan, Markus Manahl

Mitarbeit: Paul Frick, Julian Jauk

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