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Tongji International Construction Festival 2019: Grazer Studierende gewinnen den ersten Preis

© Iulius Popa, KOEN

17.06.2019

Die strategische Partnerschaft der TU Graz mit der Tongji University aus China führte auch dieses Jahr wieder zur Teilnahme der Architekturfakultät am „International Construction Festival“, organisiert am College of Architecture and Urban Planning (CAUP) der Universität in Shanghai. Es nahmen dieses Jahr, neben den 13 Teams aus internationalen Universitäten, 16 Teams der Tongji University und 19 Teams aus ganz China teil. Jedes der 48 Teams bestand aus sechs Studierenden aus dem ersten Studienjahr. Die Grazer TeilnehmerInnen wurden am 07. März 2019 durch einen eintägigen, anonymen Wettbewerb im Rahmen des Grundlagen Seminars "Gestalten und Entwerfen" am KOEN | Institut für Grundlagen des Konstruierens und des Entwerfens ausgewählt. Die Jury bestehend aus Petra Petersson, Wolfgang List und Daniel Schürr begutachtete die 139 Einträge zum Thema „Micro Expo Pavillon“, bis die besten sechs Projekte gekürt wurden. Die GewinnerInnen Stefanie Frauenthaler, Daniel Lucic, Kerstin Neuhold, Christina Radl, Markus Schmoltner und Chiara Stepanek, begleitet von den beiden Betreuern Wolfgang List und Iulius Popa, reisten zwischen 2. und 10. Juni nach Shanghai und hatten die Möglichkeit, architektonische Highlights von Shanghai kennenzulernen, Kontakte zu internationalen Studierenden zu knüpfen und vor allem, ein eigenes Projekt im Rahmen des Festivals zu realisieren.
Die Aufgabe für alle teilnehmenden Teams war der Entwurf und Bau eines „Pavillon with Patio“ für eine „Micro Community“ auf einer Grundfläche von 3 x 4 m, unter Verwendung von 30 Polypropylen-Hohlstegplatten, 180 x 180 x 0,5 cm als Baumaterial. Räumlich sollten die realisierten Projekte hohe Qualität aufweisen, während der Akzent auf dem Patio schon im Titel gesetzt wurde. Das Design des Grazer Teams wurde in zwei kurzen Entwurfsrunden vor Ort entwickelt und folgte zwei klaren Prinzipien: Entwurfsklarheit und konstruktive Qualität. Auf einer quadratischen Grundform bilden L-förmig angeordnete Wände mehrere mögliche Wege durch den Raum, während der mit roten Platten verkleidete und nach oben offene Patio den Kern des Pavillons darstellt. Die leichte Konstruktion nutzt sehr effizient die Steifigkeit des Materials und durch die Einteilung in ein Raster kommt man ohne Verschnitt aus.
Die Festivaljury bestehend aus Professoren von Tongji und anderen chinesischen Universitäten haben den Pavillon des Grazer Teams, neben denen der Teams von IUAV University Venedig und der Hunan University, mit dem ersten Preis gekrönt.

Iulius Popa