Warmumformung (DIN 8582)

Umformen nach Anwärmen. Mit Warmumformung werden all diejenigen Umformschritte bezeichnet, die oberhalb der Rekristallisationstemperatur eines Metalls stattfinden. Durch Warmumformung entstehen große Umformbarkeit der Werkstoff und geringere Umformkräfte.

Verfahren der Warmumformung können unter anderem sein: 

  • Schmieden
  • Warmwalzen
  • Strangpressen
  • Presshärten/Formhärten

Automobilhersteller setzen immer häufiger die Warmumformung - Formhärten ein, wenn hohe Anforderungen an Crashsicherheit und Leichtbau vereint werden müssen.

Formhärten

Formhärten oder auch Presshärten bezeichnet, ist ein relativ junges Fertigungsverfahren im Bereich des Karosseriebaus. Beim Presshärten wird ein Blech auf eine Temperatur von 870 bis 950 °C erhitzt und während der Formgebung abgekühlt. Als Einsatzwerkstoff wird bei diesem Verfahren 22MnB5 verwendet. Wegen Zunderbildung würden unterschiedliche Beschichtungen eingesetzt (AS, Z, GP, ZF, x-tec).

Im Rahmen der Forschungsaktivitäten am T&F wurden bisher folgende Arbeiten im Bereich direktes Presshärtens durchgeführt:

  • Presshärten von 22MnB5 mit unterschiedliche Beschichtungen (AlSi, Zn, unbeschichtet) mit anschließender Bauteilcharakterisierung
  • Presshärten von lasergeschweißten Formplatinen (Tailor Welded Blank)
  • Werkzeugauslegung mit integriertem Kühlsystem
  • Thermo-mechanische Prozesssimulation
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